Energieanalyse: Kläranlage

Eckdaten: 2000 bis 3000 m³ Abwasser pro Tag, ausgelegt für 4500 Einwohner. Belüftungsbecken geregelt (Sauerstoffsonde, abgestufte Gebläsegruppen), Heizung für den Klärschlamm mit dem Klärgas.

Beurteilung:
  • Moderne, automatisierte Kläranlage, bei der Begehung konnten keine offensichtlichen Energiesparmöglichkeiten festgestellt werden.
  • Gemessen an der Abwassermenge geringer Stromverbrauch.
  • Am meisten Elektrizität braucht das Belüftungsbecken.
  • Sehr hoher Abwasseranteil für 1800 Einwohner und einer mittleren Anzahl von 400 Gästen im Val Müstair (viermal höher als der Durchschnittswert von 300 Liter pro Person und Tag).
System:
  • Kontrolle der Leitungen (eventuell Eindringen von Sickerwasser und Grundwasser in das Abwassernetz).
  • Trennen von Abwasser und Meteowasser (Gesetz in Vorbereitung).
Allgemein:
  • Bei dem Ersatz von Komponenten den Energieverbrauch berücksichtigen (Energiesparmotoren für das Rührwerk und die Gebläse ...).

Für eine weitere Grobbeurteilung der ARA ist zusätzlich ein Abwasserfachmann zuzuziehen. Eine strukturierte Vorgehensweise für die energetische Beurteilung einer Kläranlage wird im PACER-Kurs «Energie in ARA» vermittelt.


Energieanalyse: Bezirksspital

 

Beurteilung:
  • Der Heizenergieverbrauch mit 935 MJ/m²a ist sehr hoch, der Grenzwert für den Heizenergiebedarf liegt bei 340 MJ/m²a.
  • Am meisten Elektrizität braucht die Wäscherei.
Heizung:
  • Gebäude nach Wärmelecks untersuchen und sanieren.
  • Thermostatventile in den Räumen (z.B. Büro von Herrn Andri).
  • Unterschiedliche Temperaturbereiche schaffen (z.B. Treppenhaus 18°C).
  • Ölheizung ganz abstellen (Notbetrieb von Hand auslösen).
  • Luftzuführung für Heizraum von unten (der Heizraum sollte warm sein).
  • Den Einsatz von Sonnenkollektoren prüfen (das Gebäude ist geeignet).
Küche:
  • Energiesparkurs für Koch (z.B. RAVEL-Kurs für Heime).
  • Bei neuen Geräten auf Energie achten (Combisteamer ...).
  • Nutzung der Abwärme des Kältekompressors für Warmwasser.
Wäscherei:
  • Nutzung der Abwärme zum Beispiel für die Warmwasservorwärmung.
  • Verwendung des letzten Spülwassers für den nächsten Waschgang.
  • Unterteilung des Raums (Wäscherei / Büglerei).
  • Bei neuen Geräten auf Energie und Warmwasseranschluss achten.
Lüftung:
  • Nutzung der Abwärme (Wärmetauscher).
  • Volumenstrom optimal einstellen (automatisch abstellen, regeln ...).
Allgemein:
  • Die Wärmeschränke sollten über den Kühlschränken eingebaut sein.
  • Sparsamer Wasserverbrauch (Energiesparbrausen, Hinweisschilder ...).
  • Stromzähler und Leistungsanzeige in der Wäscherei und Küche.
  • Bei Anschaffungen den Energieverbrauch berücksichtigen.
  • Benutzerverhalten (Lüften, Maschinen füllen ...).

Energieanalyse: Käserei

Kennwerte:
  • Heizöl: 147 kWh/Tonne Milch (Vergleichswert: 244 kWh/Tonne Milch).
  • Strom: 81 kWh/Tonne Milch (Vergleichswert: 29 kWh/Tonne Milch).
  • Total: 228 kWh/Tonne Milch (Vergleichswert: 273 kWh/Tonne Milch).

Quellen für Referenzwerte: Vergleich von 13 Emmentaler-Käsereien mit 800 bis 1900 Tonnen verkäster Milch pro Jahr. Handbuch für Käsereien, angegebener Energievergleichswert: 80 bis 320 kWh/Tonne Milch.

Beurteilung:
  • Moderne, automatisierte Sennerei.
  • Relativ tiefer Heizölverbrauch, nur 60% des Referenzwertes.
  • Sehr hoher Stromverbrauch, dreimal höher als Referenzwert.
  • Am meisten Elektrizität braucht die Kälteanlage.
Kälte:
  • Isolation des Kaltwasserbassins und der Leitungen.
  • Optimierung der Kälteanlage.
  • Separater Stromzähler für die Kälteanlage.
Allgemein:
  • Sparsamer Wasserverbrauch (Belastung Kläranlage).
  • Bei Anschaffungen von Geräten den Energieverbrauch berücksichtigen.
  • Benutzerverhalten (Abschalten, Maschinen füllen ...).

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