Energiesparmöglichkeiten in Sägereien
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Verbrauchsstatistik | Rundholzbereich | Holztrocknung und Heizungsanlage |
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© GLOOR ENGINEERING, CH-7434 SUFERS, 7. JULI 1996
Diese Dokumentation ist ein Beitrag zur rationellen Verwendung von Elektrizität in Sägewerken. Sie ist für Säger und Energiefachleute verfasst worden und beinhaltet daher für beide Seiten bekannte und unbekannte Erläuterungen.
Eine Sägerei ist ein kapitalintensiver Betrieb, welcher in der Wertschöpfungskette der Holzprodukte am Rand zur heute unrentablen Waldwirtschaft ums Überleben kämpft. Die spezifischen Produktionsbedingungen sind zu beachten: Es ist zum Beispiel für einige Produkte vorteilhafter, mit der Bandsäge Bretter einzeln aus einem Stamm zu schneiden, als mit dem energieeffizienteren Sägegatter die Stämme gleich mehrfach aufzuteilen. Trotzdem sollen die einzelnen Verarbeitungsprozesse hinterfragt werden, vor allem die, welche im Hintergrund (Absaugung, Druckluft, Entsorgung) viel Energie benötigen. Weder etablierte Technologien noch ganz neue Anlagen bieten Gewähr für Energie-Effizienz.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich allen Personen und Organisationen danken, welche zu dieser Dokumentation beigetragen haben. Im besonderen den engagierten Mitgliedern der Energie-ERFA des SHIV.
Der Autor (gloor@energie.ch) steht Interessierten für Fragen und weitere Ausführungen zur Verfügung und nimmt gerne Anregungen entgegen. Diese werden hier laufend aktualisiert.
Im Auftrag des Schweizerischen Sägerei- und Holzindustrieverbandes (SHIV), des Impulsprogramms RAVEL (Ressort Kraft) und des Aktionsprogramms Energie 2000 (Ressort Gewerbe) versucht der Verfasser, die Energiesparmöglichkeiten in Sägewerken aufzuzeigen. Für diesen Zweck bildete man die Erfahrungsgruppe "Energie-ERFA" des SHIV. Die beteiligten 15 Betriebe wurden energetisch analysiert, die Ergebnisse und die Energiesparmassnahmen wurden in der ERFA-Gruppe besprochen.
In einer durchschnittlichen Sägerei lassen sich etwa 30% Strom einsparen, 10% alleine durch organisatorische Massnahmen. Eine hohe Wirtschaftlichkeit ist gegeben, wenn die Erhöhung der Energie-Effizienz mit Revisionsarbeiten und Modernisierungen kombiniert wird. Effizienz-Steigerungen im Wärmebereich sind erst realistisch, wenn Energieholz nicht mehr durch die Preise der fossilen Energieträger zu einem Abfallprodukt degradiert wird.
Die Energiesparmöglichkeiten in Sägereien lassen sich in folgende vier Gruppen aufteilen:
1. Leerlauf vermeiden: Eine durchschnittliche Maschine verbraucht während zehn Sekunden Leerlauf mehr Energie als zum Aufstarten. Schon bei einem kurzen Betriebsunterbruch (Sortierwagen, Kappsäge, Hobelmaschine ...) lohnt sich also das Abschalten.
2. Volle Auslastung: Maschinen mit voller Produktionsgeschwindigkeit fahren und nach der Bearbeitung abschalten "nicht bummeln". Bei den meisten Prozessen (Entrinden, Sägen, Besäumen ...) wird für die Nebenbetriebe (Hydraulik, Absaugung, Hacker ...) mehr Leistung benötigt als für den eigentlichen Prozess.
3. Optimierung: Nur soviel Leistung liefern, wie nötig ist. Beispiele: eine Druckluftanlage nur mit 6 bar Druck betreiben, die Ventilatordrehzahl bei der Holztrocknung reduzieren, die Luftgeschwindigkeit in der Absaugleitung auf 18 m/s regeln.
4. Energie-Effizienz: Bei Sanierungen und Neuinvestitionen den Energieverbrauch berücksichtigen. Vom Lieferanten garantierte Werte für den Energieverbrauch fordern und diese bei der Abnahme überprüfen. Folgende Grössen sollten möglichst gering sein:
Spezifischer Energieverbrauch (kWh pro Produktionseinheit), Leerlaufleistung (kW), Abluftmenge (m³/h), Druckluft (bar und m³/h). Zur Energieeffizienz gehört auch eine automatische Abschaltung, wenn die Anlage nichts zu tun hat.
| Eine Anlage soll nur Energie bekommen, wenn sie Holz bearbeitet. |
Die Mitglieder der Energie-ERFA des Schweizerischen Sägerei- und Holzindustrieverbandes haben die vorliegende Dokumentation mit vielen praktischen Hinweisen bereichert. Foto: Die Mitglieder der Energie-ERFA. Am meisten Anklang fanden folgende drei Energiesparmassnahmen:
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Name |
Vorname |
Firma |
Strasse |
PLZ |
Ort |
| Brühwiler | Damian | Fritz Berger AG | Via della Resga 48 | 7403 | Rhäzüns |
| Corbat | Patrick | A + C Corbat SA | Scierie | 2943 | Vendlincourt |
| Flütsch | Konrad | Konrad Flütsch AG | Sägenstrasse | 7302 | Landquart |
| Frischknecht | Otto | Rudolf AG | Bäriswilerstrasse 3 | 2545 | Selzach |
| Gautschi | Hanspeter | SHIV Abt. Betriebswirtschaft | Alte Obfelderstrasse 26 | 8910 | Affoltern a.A. |
| Gloor | Rolf | Gloor Engineering | 7434 | Sufers | |
| Graber | Walter | Walter Graber AG | Kobelwies | 9463 | Oberriet |
| Hochuli | Werner | HOAG Holzoptimierung AG | 5056 | Attelwil | |
| Jordi | Andreas | E. Jordi AG | Hauptstrasse 27 | 2556 | Schwadernau |
| Keller | Martin | Konrad Keller AG | Beim Bahnhof | 8476 | Unterstammheim |
| Kernen | Gerhard | Kernen AG | Speichermatte | 3647 | Reutigen |
| Lerch | Andreas | Gebr. Lerch | Bahnhofplatz | 3452 | Günenmatt |
| Röthenmund | Alfred | Röthenmund AG | Schärischachen | 3550 | Langnau i.E. |
| Schmidiger | Franz | Schmidiger AG | Hüttlenen | 6173 | Flühli |
| Siegenthaler | Werner | Sägerei und Holzhandlung | Mühlebachstrasse 8 | 9534 | Gähwil |
| Stähli | Gottfried | Gottfried Stähli | Unterdorfstrasse 52 | 5612 | Villmergen |
Allgemein über Energie-Effizienz
Holzfeuerung, Heizung und Umwälzpumpen
Kleinwasserkraftwerke und Blockheizkraftwerke
| Anlage | Produktion | Leerlauf | ||
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| Durchschnitt | Zielwert | Durchschnitt | Zielwert | |
| Sortierwagen ohne Kappsäge | 5 - 20 fm/h | 20 fm/h | 6 - 15 kW | 4 kW |
| Sortierwagen mit Kappsäge | 5 - 14 fm/h | 14 fm/h | 6 - 17 kW | 4 kW |
| Gatteranlage (für 2 Schnitte) * | 4 - 7 fm/h | 8 fm/h | 10 - 30 kW | 8 kW |
| Blockbandanlage * | 1 - 5 fm/h | 4 fm/h | 7 - 30 kW | 6 kW |
| Besäumanlage * | 4 - 10 kW | 3 kW | ||
| Entsorgung mit Hacker | 4 - 22 kW | 3 kW | ||
| Hobelmaschine | 5 - 6 kW | 3 kW | ||
| * inklusive Mechanisierung | ||||
| Durchschnitt | Zielwert | |||
| Absauganlage für Holzspäne | 1,2 kW / 1000 m³/h | 0,8 kW / 1000 m³/h | ||
| Druckluftanlage | 8 bis 12 bar | 5 bis 6 bar | ||
| Heizungsanlage Stromverbrauch | 1 bis 3% der Heizleistung | 0,3% der Heizleistung | ||
| Trockenkammer für Fichte | 50 - 240 W/m³ | 100 W/m³ | ||
Provisorische Daten, welche laufend dem Stand der Technik angepasst werden.
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© GLOOR ENGINEERING, CH-7434 SUFERS, 7. JULI 1996