|
Aufbau einer Warmwasserspeichers für WRG-Systeme.
Energiefluss einer Warmwasseranlage im Haushalt. |
Die Aufbereitung von Warmwasser mit elektrischer Energie ist eine weit verbreitete Anwendung. Nebst dem reinen Elektrobolier gibt es Kombinationsmöglichkeiten mit weiteren Energieträgern:
In einem modernen Warmwasserspeicher bilden sich verschiedene Temperaturzonen (Schichtung). Im unteren Bereich ist er kälter, Abwärme kann dort für die Vorwärmung mit grossem Wirkungsgrad aufgenommen werden. Die elektrische Zusatzheizung muss nur noch den oberen Speicherbereich erwärmen.
|
| Täglicher Warmwasserverbrauch (60 °C) |
Durchschnittswert |
Tiefer Wert |
| Pro Person im Haushalt |
45 l/d |
30 l/d |
| Pro Sitzplatz in einem gut belegten Café |
35 l/d |
20 l/d |
| Pro Bett in einem einfachen Hotel |
60 l/d |
40 l/d |
| Pro Menü in einem Speiserestaurant |
11 l/d |
8 l/d |
| Prozess | Verbesserungsmöglichkeiten | Wirtschaftlichkeit |
| Abschalten | Warmwasseranlagen welche nicht gebraucht werden, sollten abgeschaltet werden, um die Bereitschaftsverluste zu vermieden. | Ist sofort gegeben. |
| Temperatureinstellung | Für die meisten Anwendungen genügt eine Warmwassertemperatur von 55 °C, bei der sich auch eine geringere Verkalkung ergibt. | Eine Temperaturreduktion von 80 auf 55 °C verringert Verluste um 40%. |
| Abwärmenutzung | Wenn eine Abwärmequelle vorhanden ist, so kann diese für die Warmwasserversorgung genutzt werden. Dabei ist zu Beachten, dass die Abwärme bei Erreichen der Solltemperatur des Warmwassers anders abgegeben werden muss und dass bei zu wenig Abwärme die elektrische Zusatzheizung einschaltet. | Ein 500 Liter Warmwasserspeicher mit eingebautem Wärmetauscher kostet installiert etwa 3000 Franken und spart rund 4000 kWh (500 Franken) Niedertarifstrom pro Jahr. |
| Sommerbetrieb | Wenn im Sommer Feuerungsanlagen nur für den Warmwasserbedarf betrieben werden, so wäre in dieser Zeit eine elektrische Wassererwärmung meistens effizienter. | Der Wirkungsgrad einer Feuerung für die Warmwassererzeugung ist im Sommer sehr tief. |
| Begleitheizung | In vielen Fällen ist eine Rohr-Begleitheizung gar nicht notwendig. Mit einer Schaltuhr kann die Einschaltzeit der Nutzung angepasst werden oder zu grosse Pumpen können damit intermittierend betrieben werden. | Nur 16 Laufstunden anstelle von 24 pro Tag reduzieren die Zirkulationsverluste um 20%. |
| Einzelboiler | In Gebäuden mit weit auseinander liegenden Zapfstellen sind kleine Einzelboiler effizienter als eine zentralen Warmwasseraufbereitung, vor allem bei geringerem Verbrauch. | Damit kann man sich die aufwendige Einzelkostenabrechnung für Warmwasser ersparen. |
| Wärmedämmung | Rohrleitungen der Ladepumpe, Zirkulationsleitungen und Rohre zu häufig verwendeten Entnahmestellen (Gewerbeküche) sollten mit einer mindestens 4 cm starken Wärmedämmung versehen sein. | Die erforderliche Wärmedämmung ist in den Verordnungen zum Energiegesetz festgelegt. |
| Boileranschluss | Mit einem Siphon an den Warmwasseranschlüssen kann die ungewollte Zirkulation (warmes Wasser steigt) vermieden werden. | Je nach Anlage können damit die Bereitschaftsverluste reduziert werden. |
| Lecks | Ein tropfender Warmwasserhahn sollte repariert werden. 5 Liter Leckverlust pro Tag verursacht rund 2 m³ Wasser- und 100 kWh Wärmeverlust im Jahr. | Eine neue Dichtung kostet weniger das die jährlichen Energie- und Wasserverluste. |
| Armaturen | Mit einem Einhebelmischer kann gegenüber einer normalen Wandbatterie etwa 20% Warmwasser eingespart werden, mit einer berührungslosen Automat zusätzliche 20%. Wassersparende Duschbrausen (Kosten etwa 20 Franken) brauchen rund 40% weniger Wasser als Übliche. | Je nach Häufigkeit der Benutzung ergeben sich Paybackraten von 2 bis 10 Jahren. |
Zurück zu Gewerbe, Themen, energie.ch
© GLOOR ENGINEERING, 28. DEZEMBER 1998