In den meisten holzverarbeitenden Betrieben wurden Absauganlagen mit langen widerstandsreichen Rohrleitungen, grossen schweren Ventilatoren, mehreren Filtern und mit Staubaustritt aus dem Silo angetroffen.
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Eine optimierte Absauganlage ist nicht viel teurer als eine konventionelle, benötigt aber viel weniger Energie. Sie hat kurze gerade Rohrleitungen, einen geregelten Hochleistungsventilator über dem Filter und einen Spiralförderer für den Spänetransport ins Silo.
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| Eine Optimierungsmöglichkeit bei üblichen Späneabsauganlagen steckt im Wirkungsgrad des Ventilators. Die üblicherweise verwendeten robusten Rohluftventilatoren erreichen selten einen Wirkungsgrad von über 50%. Wegen der mit Holzabfällen durchmischten Luft ist dieser Ventilator robust gebaut und auf strömungstechnische Finessen muss verzichtet werden. Industrielle Reinluftventilatoren haben aber einen Wirkungsgrad von über 80%, vertragen aber keine Partikel in der Luft. In einem Unterdrucksystem (Ventilator hinter dem Filter) können aber diese günstigen Hochleistungs-Radialventilatoren problemlos eingesetzt werden. |
| Um nur soviel Luft anzusaugen, wie gerade benötigt wird, ist das Rohrleitungsnetz so dimensioniert, dass der nominale Druckverlust von allen Maschinen bis zur Absaugstelle gleich gering ist. Damit die Fördergeschwindigkeit in den Rohrleitungen erhalten bleibt, werden diese, wo notwendig, als Einzelleitung geführt. Die Ventilatordrehzahl wird so geregelt, dass beim Sammelpunkt der Absauganlage der eingestellte Unterdruck konstant ist. Jetzt muss nur noch dafür gesorgt werden, dass die Schieber der Maschinen bedarfsgerecht geöffnet und geschlossen werden. Die pneumatisch oder besser elektrisch betätigten Schieber werden über den Vorschub oder den Laststrom der Bearbeitungsachsen angesteuert. |
| Durch die dauernd geregelte Luftmenge ist die Belastung des auf Unterdruck ausgelegten Filters geringer als bei einem Überdrucksystem. Der Befehl für die Filterabreinigung erfolgt über den Anstieg des Differenzdruckes über dem Filter bei zum Beispiel 400 Pa. |
| Wenn die Filteranlage direkt über dem Silo installiert wird, ist keine weitere Transporteinrichtung notwendig. Damit die direkt unter dem Silo installierte Holzspäneheizung nicht durch den Unterdruck im Silo negativ beeinflusst wird, erfolgt der Späneaustrag drucklos über eine Zellradschleuse. Die meisten Absauganlagen sind aber im oder neben dem Maschinenraum, die Späne müssen manuell oder automatisch weitertransportiert werden. Wenn nur wenig Holzabfälle anfallen, können diese mit einem Spiralförderer drucklos ins Silo transportiert werden. Bei grösseren Mengen erfolgt der Transport über eine Zellradschleuse in eine pneumatische Ringleitung, welche im Silo den Ausgleichsdruck hat. Auch diese Transporteinrichtung sollte nur laufen, wenn Späne anfallen (Niveausonden im Filterboden). |
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© GLOOR ENGINEERING, 15. JULI 1998