Grober Vergleich verschiedener Lampentypen.
Energiefluss einer Raumbeleuchtung mit Leuchtstofflampen. |
Die künstliche Beleuchtung ist eine der ersten Elektrizitätsanwendungen und wird oft als grosser Stromverbraucher verdächtigt. In verarbeitenden Gewerbebetrieben liegt der Stromanteil der Beleuchtung meistens unter 5% und selten über 10%.
Licht ist wichtig für das Wohlbefinden, die Arbeitsqualität und die Produktepräsentation. Das Licht muss aber richtig verteilt werden und nur leuchten, wenn Personen im Wirkbereich sind und das Tageslicht zu schwach ist. Die Leuchtstofflampe wird am häufigsten eingesetzt, sie ist meistens technisch und wirtschaftlich das optimale System.
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Spezifische Beleuchtungsenergie |
Durchschnittswert | effiziente Anlagen |
| Verkaufsfläche mit Effektbeleuchtung | 60 (kWh/a)/m² | 30 (kWh/a)/m² |
| Werkstatt, Büro (300 lx, ohne Tageslicht) | 25 (kWh/a)/m² | 12 (kWh/a)/m² |
| Werkstatt, Büro (300 lx, mit Tageslicht) | 10 (kWh/a)/m² | 3 (kWh/a)/m² |
| Lager (100 lx, ohne Tageslicht) | 2 (kWh/a)/m² | 1 (kWh/a)/m² |
| Prozess | Verbesserungsmöglichkeiten | Wirtschaftlichkeit |
| Abschalten | Räume und Bereiche, welche öfters nur für kurze Dauer benützt werden, sollten über eine automatische Lichtschaltung verfügen. | Ein dazu erforderlicher Bewegungsmelder kostet ohne Montage keine 150 Franken. |
| Pausen | Leuchtstofflampen werden häufig nicht ausgeschaltet, weil die Benützer "gelernt" haben, dass das Einschalten "extrem viel" Strom braucht.
In Wirklichkeit lohnt sich energetisch das Ausschalten schon nach einer Sekunde. |
Wegen der Lebensdauerminderung durch den Einschaltvorgang bei Lampen ohne elektronischem Vorschaltgeräte lohnt sich das Ausschalten bei Pausen ab 10 Minuten. |
| Tageslichtanpassung | In Räumen mit Tageslicht wird am Morgen oft das Abschalten des Kunstlichtes vergessen. Zum einen sollten die Lampen in Reihen parallel zur Fensterfront gruppiert sein und zum andern sollten diese entsprechend den Lichtverhältnissen manuell oder automatisch geschaltet oder gedimmt werden. In gekühlten Räumen wird auch Kälteenergie gespart. | Einsparungen bis 60% sind möglich. Eine automatische Lichtsteuerung für Neuanlagen rentiert nach 3 Jahren, für Bestehende Anlagen erst viel später. |
| Tageslichtnutzung | Für einen Neubau ist die Tageslichtnutzung ein Qualitätsmerkmal. Bei bestehenden Bauten sind Fenster oft wegen der sommerlichen Überhitzung verdeckt (hoffentlich nicht innen). Mit speziellen Jalousien oder geschickt angeordneten Vordächern kann das Tageslicht ohne die Sommerhitze genutzt werden. | In Räumen mit dunklen Decken und Wänden verbessert ein heller Anstrich die Wirkung des Tages- und Kunstlichtes erheblich. |
| Leuchten | Verschmutzte Leuchten sollten gereinigt werden, schlechte sollten ersetzt werden. | Komfortverbesserung. |
| Lichtanpassung | Wenn für einen Raum oder Bereich zu viel Licht vorhanden ist, sollten einzelne Lampen entfernt werden.
Wenn an einem abgegrenzten Arbeitsplatz viel Licht gebraucht wird, sollten die erforderlichen Leuchten möglichst nahe angebracht werden. |
Zahlt sich sofort aus. |
| Lampenart | Die beste Wirtschaftlichkeit (Betriebskosten) für die Raumbeleuchtung haben Leuchtstofflampen mit 16 mm Durchmesser und elektronischen Vorschaltgeräten.
Halogenlampen sollten nur für gezielte Beleuchtung von besonderen Objekten eingesetzt werden. Beispiel Schaufensterbeleuchtung. |
Die mittlere Farbqualität von Leuchstofflampen hat die bessere Lichtausbeute als die Standard- oder Luxusqualität. |
| Nutzungsbeispiele | Beleuchtungsstärke | allgemeine Richtwerte | verschärfte Richtwerte |
| Parkhaus, Korridor | 50 lx | 3,2 W/m² | 2,5 W/m² |
| Keller, Estrich, Lager | 100 lx | 4,5 W/m² | 3,5 W/m² |
| Kantine, Hotelzimmer | 200 lx | 7,0 W/m² | 5,5 W/m² |
| Büro, Warenhaus | 300 lx | 10,0 W/m² | 7,5 W/m² |
| Verkaufsflächen | 400 lx | 12,5 W/m² | 9,0 W/m² |
| Hörsaal, Labor | 500 lx | 15,0 W/m² | 11,0 W/m² |
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© GLOOR ENGINEERING, 28. DEZEMBER 1998