Aufteilung des Stromverbrauchs einer grossen Autogarage. |
Direkt in der Werkstatt von Autogaragen wird wenig Elektrizität, aber viel Heizenergie (meistens Heizöl) verbraucht. Der Strom fliesst in die Beleuchtung (Ausstellungsraum, Aussenbeleuchtung, Werkstatt, Lager, Büro) und in die Infrastruktur (Heizung, Druckluft, Lüftung). Je nach Benutzungshäufigkeit und Ausrüstung kann auch die Fahrzeugwaschanlage einen erheblichen Teil des Stromverbrauchs ausmachen. |
| Vergleichsgrösse |
Durchschnittswert |
energieeffiziente Betriebe |
| Stromverbrauch pro Mitarbeiter |
8000 kWh/a |
4000 kWh/a |
| Stromverbrauch pro m² Betriebsfläche | 50 kWh/a | 25 kWh/a |
| Prozess | Verbesserungsmöglichkeiten | Wirtschaftlichkeit |
| Beleuchtung | Bei der Aussenbeleuchtung und im Ausstellungsraum können die oft verwendeten Halogenstrahler durch Entladungslampen ersetzt werden. In der Werkstatt kann das Licht mit einer Grundbeleuchtung und individuellen Arbeitsplatzleuchten erzeugt werden. In Lagerräumen kann mit Bewegungsmelder das Ein- und Ausschalten des Lichtes automatisiert werden. | Eine Entladungslampe ist fünfmal energieeffizienter und hält fünfmal länger als eine Halogenlampe. Eine automatische Lichtregelung zahlt sich innerhalb von 5 Jahren. Einsparung von Energie und Zeit. |
| Druckluftanlage | In vielen Garage geht die Hälfte des Druckluftverbrauchs auf das Konto von Lecks im Druckluftnetz. Für das Füllen von Pneus ist ein Netzdruck von 8 bar Überdruck erforderlich. Ausserhalb der Arbeitszeit sollte für den Tankstellenbetrieb zur Vermeidung von Leckverlusten der Strang für die Werkstatt abgetrennt werden. In grösseren Betrieben ist eine Aufteilung in ein Druckluftnetz für den Betrieb und eines mit eigenem Kompressor für die Tankstelle sinnvoll. Eine vertrauenswürdige Garage hat ein gepflegtes Druckluftnetz. | Ab einer Kompressorleistung von 5,5 kW lohnt sich meistens eine Optimierung. Ein kleiner Kompressor für die Tankstelle kostet keine 2000 Franken. |
| Heizungsanlage | Die Umwälzpumpen der grossen Heizung können oft durch kleinere (1‰ der Heizleistung) ersetzt werden. Die Pumpen sollten nur laufen, wenn Wärme benötigt wird. Die Heizlüfter sollten den Arbeitsbereich und nicht die Decke heizen. |
Eine 1 kW Umwälzpumpe kostet keine 1000 Franken und verbraucht rund 2000 Franken Strom pro Jahr. Einsparung von Energie und Gewinn an Komfort. |
| Lüftungsanlage | Mit einer geregelten Lüftungsanlage lässt sich die erforderliche Luftwechselrate stufenlos einstellen. Mit einer Wärmerückgewinnungsanlage wird auch noch die Abwärme genutzt. Für die Abführung der Abgase aus den Auspuffen sind mobile Anlagen energieeffizienter als dauernd laufende Zentralanlagen. | Anlagen ab 4 kW Ventilatorleistung und Laufzeiten von mehr als 1000 Stunden pro Jahr sind genauer zu untersuchen. Mobile Anlagen sind auch günstiger als Festanlagen. |
| Lackieranlage | Die Lüftungsanlage muss nur laufen, wenn lackiert wird. Bei längerem Betrieb in der kalten Jahreszeit wird mit einer Wärmerückgewinnung Heizenergie eingespart werden. Je kleiner der Lackraum ist, desto geringer ist die erforderliche Luftmenge zur Entlüftung. | Anlagen ab 3 kW Ventilatorleistung und 400 Stunden Laufzeit pro Jahr sind genauer zu untersuchen. Die Brandschutzvorschriften sind einzuhalten. |
| Waschanlage | Bei einer Hochdruckanlage sollte die Pumpe nur laufen, wenn die Lanze aus der Halterung genommen wird. Bei einer manuellen Anlage reduziert eine gute Beleuchtung die Waschzeit. | Erhöhung der Nutzungsdauer und Einsparung von Energie. Zusätzliche Einsparung von Zeit und Wasser. |
| Geräte | Geräte wie Abgastester, Diagnosegeräte, Ladegeräte usw. sollten bei Nichtgebrauch vom Netz getrennt werden. | Vermeidung von Standby-Verlusten. |
| Tore | Automatische Toranlagen, intakte Dichtungen und wärmedämmende Materialien reduzieren den Wärmeverlust von Toren. | Einsparung von Energie und Gewinn an Komfort. |
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© GLOOR ENGINEERING, 24. AUGUST 2000