Energiepolitik


Kategorien:
Zuletzt aktualisiert von Rolf Gloor am 07.09.2011

Artikel Introbild
Durch eine vernünftige Energiepolitik auf unterschiedlichen Ebenen soll der Schutz der Bevölkerung, des Energiekonsumenten, sowie der Energieversorgung sichergestellt werden. Wie in der Politik üblich werden als Instrumente Gesetzte, Verordnungen Subventionen und Programme verwendet.

Bereiche der Energiepolitik

Schutz der Bevölkerung

Die gewaltige Infrastruktur der Energieversorgung birgt viele Gefahren für die Bevölkerung. Dabei kann man zwischen direkten und indirekten Gefahren unterscheiden. Direkte Bedrohungen wären beispielsweise eine Dammbruch oder, noch fataler, eine Leck in einem Atomkraftwerk. Aber auch kleinere Risiken wie ein Stromschlag werden von einer überlegten Energiepolitik in Betracht gezogen.

Indirekte Gefahren zeigen sich erst nach einer gewissen Zeitspanne. So haben wir schon heute Indikatoren für eine Erderwärmung induziert durch einen zu hohen CO2-Ausstoss. Ähnlich verhält es sich mit der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Eine geschickte Energiepolitik erkennt solche Entwicklungen frühzeitig und leitet einen Wandel ein.

Sicherstellen der Energieversorgung

Es ist ausserdem die Aufgabe der Energiepolitik, den immensen Energiehunger einer Wirtschaft zu stillen. Die Energieversorgung muss sichergestellt sein, wenn man nicht enorme Gewinneinbussen in Kauf nehmen will.

Die derzeit von der Politik angestrebte breite Umstellung der Heizungsanlagen auf Wärmepumpen und des Fahrzeugparkes auf Elektromobile würde das Stromnetz sehr starkt belasten. Bei der in Europa dominaten Elektrizitätserzeugung aus fossilen Brennstoffen würde sich die CO2-Bilanz zudem nicht gross verändern.

In einem stabilen Umfeld kann dies meist durch Kooperation mit befreundeten Staaten, Regionen erreicht werden. Jede Abhängigkeit birgt jedoch Risiken welche durch eine vernünftige Autonomie verkleinert werden können.

Schutz des Konsumenten

Die Abhängigkeit der Wirtschaft und somit jedes einzelnen Konsumenten führt zu marktwirtschaftlichen Machtpositionen, die ausgenutzt werden können. Auch hier sollte die Energiepolitik die Monopole einschränken und für einen Marktöffnung sorgen.

Grundlagenschaffung für Rechte

Da jeder Rechtstaat auf Gesetzen und Verordnungen basiert, müssen natürlich auch Grundlagen für eine Rechtsprechung im Bereich der Energie geschaffen werden. Auch hier setzt die Energiepolitik an.

Eine Zusammenstellung der Gesetze und Verordnungen, die in der Schweiz gültig sind, findet man im Beitrag Energiegesetzte der Schweiz.

Instrumente der Energiepolitik

Die Ziele der Energiepolitik versucht man mit verschiedenen Instrumenten zu erreicht. Erwünschte Entwicklungen werden mit Subventionen oder Programmen gefördert und Unerwünschte durch Gesetzte und Verordnungen unterbunden.

Ein Beispiel für ein Programm zur Steuerung der Energiewirtschaft in eine CO2-ärmere Richtung, ist Emissionsrechtehandel welcher in der europäischen Union oder Australien eingeführt wurde. Ein weiteres Beispiel ist die Einspeisevergütung.

Gezielte Verhinderung von übermässigem Energiekonsum wurde durch das Verbot nicht energiesparender Lampen erreicht.

Gliederung der Energiepolitik

Da die Energiewirtschaft globale sowie lokale Auswirkungen hat, funktioniert die Energiepolitik auf verschiedenen Ebenen. Ein offensichtlich globales Problem wie beispielsweise die Klimaerwärmung braucht auch internationale Lösungsansätze.

Lokale Angelegenheiten wie eine Durchleitung oder ein Stausee werden in der Schweiz von Gemeinden oder Kantonen geregelt.

 


Kommentare

comments powered by Disqus